EFFIZIENZHAUS – ENERGIEEFFIZIENT BAUEN UND SANIEREN – ANZEIGE-

Ein Effizienzhaus ist energetisch gesehen besonders effizient. Es erfüllt eine bessere Energieeffizienz als es vom Gesetz her vorgeschrieben ist. Schafft man es, sein Haus so zu sanieren bzw. zu bauen, dass es energetisch hoch effizizient ist, kann man ein so genanntes KFW Darlehen beantragen. Dieses Darlehen ist günstiger als die momentan geltenden Zinssätze, erfordert jedoch einen gewissen Mindeststandard was die Energieeffizienz betrifft.

Was ist ein Effizienzhaus

Es gibt verschiedene Effizienhaus-Standards (Effizienhaus 40 bis hin zu Effizienshaus 115), wobei kleinere Werte für einen geringeren Energieverbrauch stehen. Welchen Standard ein Haus erreicht, orientiert sich am primären Jahresenergieverbrauch und am Wärmeverlust bei geschlossenen Fenstern und Türen bzw. an der Wärmedämmung des Hauses. Die erreichten Werte werden mit einem Referenzobjekt verglichen, welches in Größe und Umfang ähnlich ist und dann entsprechend in einen Effizienzhaus-Standard eingeordnet. Ein Effizienzhaus 40 benötigt nur 40% des Energieverbrauchs des Referenzobjektes. Bevor eine Sanierung oder ein Neubau beginnt, sollte man also prüfen, ob man möglicherweise ein Effizienhaus bauen und ein entsprechendes KFW Darlehen beantragen kann. Das hat natürlich den Vorteil der vergünstigten Zinsen, aber auch der Energieeinsparung und des modernderen Standards im Eigenheim.

Wie man vorgeht, um die optimale Förderung zu erhalten, können sie der folgenden Checkliste entnehmen.

Energieeffizient Heizen – Heizsysteme mit erneuerbaren Energien

Seit 2016 ist man bei einem Neubau mittlerweile verpflichtet, die Wärme mindestens zu einem Teil aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Hierfür eignen sich mehrere Methoden. Man kann die Energie aus der Luft mittels einer Luft-Wärme-Pumpe gewinnen, aus der Sonne über Solarzellen, aus der Erde über eine Erdwärmepumpe oder aus der Verbrennung von Pellets. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Heizsysteme sind hier aufgelistet.

Bei der Entscheidung für das jeweilige Heizungssystem sollte man nicht nur die hier aufgelisteten Vor- und Nachteile betrachten, sondern auch die individuellen Gegebenheiten. Auf einem sehr schattigen Grundstück macht eine Solarheizung kaum Sinn. Eine Erdwärmeheizung ist auch nicht überall möglich. Hier sollte man die Bodenbeschaffenheit und die Gartenplanung genau betrachten.

Effizienzhaus mit Pelletheizung

Pelletheizungen erzeugen Wärme durch das Verbrennen von Holz bzw. Pellets. Das Ganze ist nahezu CO2-neutral. Bei der Beheizung mit Pellets kann man sich für diverse Möglichkeiten entscheiden. Man kann entweder den Kaminofen damit befeuern oder die Pellets bei einer Zentralheizung einsetzen.

Vorteile

  • Nahezu CO2 neutral und somit sehr umweltfreundliches Heizsystem.
  • Relativ günstiger Rohstoff. Die Preise von Pellets sind darüber hinaus in den letzten Jahren viel geringer gestiegen, als die Preise von Gas.
  • Holz ist ein einheimischer Rohstoff. Bedient man sich einer Pelletheizung ist man somit nahezu unabhängig von den Schwankungen des Öl- bzw. Gaspreises.
  • Störende Gerüche im Wohnraum, wie bei einer Ölheizung können bei Pellets nicht entstehen.
  • Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, bspw. Im Kaminofen oder in der Zentralheizung.

Nachteile

  • Man benötigt Platz für die Lagerung der Pellets.
  • Man sollte genau planen, wo die Pellets gelagert werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass die Pellets möglichst nah an der Heizungsanlage gelagert werden um eine lange Beförderung zu vermeiden. Das spart auch Kosten, da die zusätzliche Installation von Förderbändern entfällt.
  • Hohe Investitionskosten zu Beginn der Heizungsinstallation, die sich jedoch später auszahlen. Die Kosten für eine Pelletheizung sind in etwas doppelt so hoch wie bei einer Öl- oder Gasheizung. Hierbei sollte man sich jedoch überlegen, dass man höchstwahrscheinlich mit dem Einsatz der Pelletheizung in Kombination mit ausreichender Wärmedämmung ein Effizienzhaus bauen kann, welches sich auf lange Sicht auszahlt.

Effizienzhaus mit Solarheizung

Die Solarheizung bedient sich der Sonne. Kollektoren nehmen die Sonne auf und erwärmen eine Flüssigkeit. Diese warme Flüssigkeit wird zum Speicher transportiert und dort gespeichert. Die abgespeicherte Wärme kann so zum Heizen des Hauses genutzt werden und entsprechend Energie sparen. Leider reicht die durch Solarenergie erzeugte Wärme nur selten um Häuser das ganze Jahr über mit Wärme zu versorgen. Das liegt unter anderem daran, dass die Sonne meist nur in den Sommermonaten richtig intensiv strahlt und ausreichend ist, um Wärme zu erzeugen. Aus diesem Grund wird die Solarheizung oftmals in Kombination mit anderen Heizungssystemen installiert. Hierfür eignen sich Gas- oder Ölheizungen, aber auch Pelletheizungen oder eine Wärmepumpenheizung. Diese Heizungssysteme springen immer dann ein, wenn die Solarwärme nicht mehr ausreicht.

Vorteile

  • Man ist komplett unabhängig von Fremdanbietern, da die Sonne ein kostenfreies Energiegut ist.
  • Optimal planbar, da man Preisschwankungen von Öl, Gas oder Pellets nicht ausgesetzt ist.
  • Kein CO2 Ausschuss und auch kein Ausschuss anderer giftiger Gase. Optimal für die Umwelt, da komplett emissionsfrei.
  • Einsparung von Kosten, die durch den Energietransport vom Kraftwerk zum Verbraucher entstehen. Die Energie muss bei einer eigenen Solaranlage gar nicht transportiert werden, sondern ist direkt am Verbrauchsstandort.
  • Mittlerweile ein relativ etabliertes System für regenerative Energien.
  • Sonnenenergie kann sowohl für die Erwärmung des Wassers, als auch für die Heizung genutzt werden.

Nachteile

  • Die Anschaffung der Solaranlage ist zuerst einmal preisintensiv, rentiert sich aber später, da man im Anschluss komplett kostenfrei Energie erhält.
  • Man ist abhängig von der Intensität der Sonneneinstrahlung und entsprechend von der Jahreszeit und Tageszeit.
  • Man benötigt Platz für die Photovoltaik-Anlage, am optimalsten auf der Südseite des Dachs. Dachfenster können an dieser Stelle nicht eingebaut werden.

Effizienzhaus mit Erdwärmepumpe

Bei einer Erdwärmepumpe wird die Energie aus Erdsonden oder Erdkollektoren gewonnen. Erdsonden werden mittels Bohrung bis zu 90 Meter in die Erde eingesetzt. Pro Meter können etwa mit 50 Watt Wärmeleistung den Boden entzogen werden. Erdkollektoren hingegen werden flächig unter der Oberfläche verlegt. Für welche Methode man sich entscheidet hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei flächiger Kollektorverlegung benötigt man Platz. Das ist bei sehr kleinen Grundstücken also nur wenig geeignet. Darüber hinaus können tief wurzelnde Pflanzen nicht an die Stelle gepflanzt werden, wo die Kollektoren verlegt sind. Rasen ist allerdings kein Problem. Wie der Flächenbedarf für die Kollektoren und die Tiefe der Sonden berechnet wird, lesen Sie hier.

Erdwärmeheizungen funktionieren so, dass das kalte Wasser in Sonde oder Kollektoren in die Erde befördert wird und dort von der Erde erwärmt wird. Das warme Wasser gelangt in die Wärmepumpe. Dort wird dem Wasser die Wärme entzogen und auf höhere Temperaturen verdichtet. Nun kann die Wärme zum Heizen oder zur Wassererwärmung genutzt werden.

Vorteile

  • Zusätzliche Heizmethoden sind bei gedämmten Häusern nicht notwendig. Es fallen neben den Anschaffungskosten für die Pumpe dann nur noch die Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe an.
  • Es wird nicht der normale Stromtarif für den Betrieb der Pumpe fällig, sondern ein günstigerer Wärmepumpenstrom. Das spart zukünftig Geld.
  • Eine Erdwärme-Heizung ist bedeutend umweltfreundlicher als Gas- oder Ölheizungen.
  • Man ist vollkommen unabhängig vom Öl-oder Gaspreis.
  • Sind alle Voraussetzungen geschaffen, sind die Betriebskosten bzw. Stromkosten einer Erdwärmeheizung bei gut gedämmten Häusern relativ gering. Die Kosten sind gemeinsam mit einer Pelletheizung am geringsten.

Nachteile

  • Die Erdwärme-Systeme sind die kostenintensivsten Systeme. Das liegt unter anderem an der preisintensiven Tiefenbohrung, aber auch die Verlegung der Flächenkollektoren ist mit preisintensiven Erdarbeiten verbunden. Nach ca. 20 Jahren rentiert sich das allerdings, da man dann nur noch den günstigen Stromtarif für den Betrieb der Wärmepumpe zahlen muss.
  • Man benötigt eine relativ große Grundfläche, wenn man über Flächenkollektoren Wärme gewinnen will. Hier kann Rasen oder ähnliche Flachwurzler gepflanzt werden. Ein Baum oder eine tief wurzelnde Pflanze jedoch nicht.
  • Eine Bohrung für die Sonden oder eine Verlegung der Kollektoren ist nicht bei jeder Bodenbeschaffenheit möglich.
  • Bei sehr niedrigen Temperaturen wird ein kleiner elektronischer Heizstab zusätzlich mit einspringen und Wärme erzeugen. Das schlägt sich in den Stromkosten nieder.
  • Man sollte mind. Einmal jährlich eine Wartung durchführen. Auch das sind zusätzliche Kosten, die entstehen.
  • Aufgrund des Stromverbrauchs zählt die Erdwärmeheizung nicht als die Umweltfreundlichste Heizform, insbesondere im Vergleich zur Pelletheizung.

Effizienzhaus mit Luft-Wärme-Pumpe

Eine Luft-Wärme-Pumpe bedient sich der Wärme der Außenluft und verdichtet diese dann enstprechend zu höheren Temperaturen, um damit Wasser zu erwärmen oder Räume zu heizen. Je nachdem wie die Außenluft beschaffen ist, wird mehr oder weniger Strom zum Verdichten benötigt. Das ist auch davon abhängig, wo die Pumpe platziert wird. Es ist möglich, die Pumpe im Haus oder auf dem Grundstück zu positionieren. Man spart hier zwar in der Anschaffung der Luft-Wärme-Pumpe, da weder eine Erdwärmebohrung notwendig ist, noch das Verlegen von Kollektoren. Die Stromkosten sind hier allerdings um einiges höher, als bei einer Erdwärmeheizung.

Vorteile

  • Anschaffungskosten für die Luft-Wärme-Pumpe relativ gering
  • Man benötigt nur wenig Platz, die Pumpe benötigt ca. 1 Quadratmeter Fläche. Das ist insbesondere dann interessant, wenn man zwischen einer Pelletheizung und einer Luft-Wärme-Pumpe schwankt.
  • Es wird nicht der normale Stromtarif für den Betrieb der Pumpe fällig, sondern ein günstigerer Wärmepumpenstrom.
  • Eine Erdwärme-Heizung ist bedeutend umweltfreundlicher als Gas- oder Ölheizungen und dabei auch in alten Häusern als zusätzliches Heizsystem einzubauen.
  • Man ist vollkommen unabhängig vom Öl-oder Gaspreis.

Nachteile

  • Die Wirtschaftlichkeit einer Luft-Wärme-Pumpe sinkt bei langen und sehr kalten Wintern. Dann können die Stromkosten schnell sehr hoch steigen.
  • Auch schlecht gedämmte Häuser sind für Luft-Wärme-Pumpen ein Problem. Die Stromkosten für den Betrieb der Pumpe sind dann relativ hoch. Es sollte genau berechnet werden, ob sich eine Luft-Wärme-Pumpe lohnt. Meist muss hier mit einem zusätzlichen Heizsystem gearbeitet werden.
  • Bei sehr niedrigen Temperaturen wird ein kleiner elektronischer Heizstab zusätzlich mit einspringen und Wärme erzeugen. Das schlägt sich stark in den Stromkosten nieder.
  • Man sollte mind. Einmal jährlich eine Wartung durchführen. Auch das sind zusätzliche Kosten, die entstehen.
  • Aufgrund des Stromverbrauchs zählt die Luft-Wärme-Heizung nicht als die Umweltfreundlichste Heizform, insbesondere im Vergleich zur Pelletheizung.
  • Eine Luft-Wärme-Pumpe entwickelt einen gewissen Geräuschpegel. Wenn man sehr lärmempfindlich ist, sollte man sich die Anschaffung genau überlegen.

Energiebilanz der Mauersteine

Mauerstein - gefüllter Porotonstein - optimal für ein Effizienzhaus
Mauerstein – gefüllter Porotonstein – optimal für ein Effizienzhaus

Bei Massivhäusern gibt es 2 Aufbauarten, der monolithische Aufbau und das Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Entscheidet man sich für WDVS wird die Wand Stein auf Stein gemauert, allerdings dünner als beim monolithischen Aufbau und dann wird die Dämmung auf die Wand aufgebracht. Die Dämmung besteht meist aus Styropor. Beim monolithischen Aufbau sind die Wände bedeutend dicker, da diese nicht mehr zusätzlich gedämmt werden. Standardmäßig werden die Wände 36,5 cm dick gemacht. Ganz anders sieht der Aufbau bei einem Fertighaus aus. Die Vor- und Nachteile eines Fertighauses lesen Sie hier.

Will man ein Effizienzhaus bauen, sollte man genau darauf achten, dass die Wärmedämmung optimal ausgeführt wird und den Mauerstein entsprechend auswählen. Nur so ist gewährleistet, dass man den Effizienzhaus-Standard erreicht und den KFW Kredit erhält.

Mauerstein aus Ziegel, Poroton

Mauersteine aus Ziegel sind altbewährt, sie bestehen aus Lehm, Ton und anderen Materialien, die vermischt und gebrannt werden. Es gibt Vollziegel und Lochziegel, wobei fast nur noch Lochziegel verbaut werden. Diese bestehen aus dem gleichen Material wie Vollziegel, sind jedoch im Inneren mit Löchern versehen. Die Löcher sind aus Luft und erzielen somit eine höhere Wärmedämmung. Die neuste Weiterentwicklung bei Mauersteinen aus Ziegel sind gedämmte bzw. gefüllte Mauersteine. Diese haben bereits eine Dämmung in den Löchern der normalen Steine (Wolle, Mineralwolle oder andere Stoffe). Das hat den Vorteil, dass die reine Steinmauer zusätzlich gedämmt ist. Wärme kann also im Winter noch besser gespeichert werden und im Sommer erhitzen sich diese Häuser nicht so stark. Ein weiterer Vorteil der gefüllten Mauersteine aus Ziegel ist der erhöhte Lärmschutz. Dieser ist höher, als bei Lochziegeln. Diese Mauersteine sind somit optimal für den Einsatz beim Bau der Außenmauer.

Mauerstein aus Kalksandstein

Kalksandstein ist ziemlich schwer, aber aus diesem Grund auch besonders gut beim Lärmschutz bzw. bei der Lärmdämmung. Er wird industriell hergestellt und hat sehr glatte Flächen, die die einfache Verarbeitung begünstigen. Allerdings ist die Wärmedämmung nicht so gut wie bei einem Stein aus Porenbeton oder Ziegel. Meist wird der Kalksandstein aus diesem Grund mit einer Dämmung kombiniert. Im Innenbereich bietet sich der Kalksandstein besonders an, da er auch bei dünneren Wänden gute Lärmschutzeigenschaften hat und somit raumsparendeingesetzt werden kann. Der Platzverlust durch Mauern fällt dementsprechend geringer aus.

Mauerstein aus Porenbeton

Ein Porenbetonstein ist sehr leicht, da er einen großen Anteil an Luftporen enthält. Der große Luftanteil führt zu optimalen Wärmedämmeigenschaften. Nachteilig wirkt sich das allerdings auf die Lärmdämmung aus. Hierfür ist dieser Stein eher weniger geeignet. In der Nähe von Bahn, Flughafen oder großen Straßen sollten man von diesem Stein also eher Abstand nehmen. Vorteilhaft ist diese Leichtigkeit für die Verarbeitung. Er ist leicht zu tragen und dementsprechend einfach zu verbauen. Oftmals wird dieser Stein daher von Bauherren mit einem großen Anteil an Eigenleistung genutzt.

Nicht nur bei den Mauersteinen ist die Art des Steins entscheidend. Auch bei der Dacheindeckung gibt es gravierende Unterschiede bei der Wahl des Dachziegels. Die Dachziegel haben darüber hinaus eine entscheidende Auswirkung auf die Wärmedämmung des Hauses.

 

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