Wäscheabwurfschacht bzw. Wäscheschacht – Vorteile und Nachteile

Baut man ein neues Haus, macht man sich viele Gedanken, was in das Haus rein soll. Insbesondere spezielle Vorstellungen wie ein Wäscheschacht bzw. ein Wäscheabwurfschacht sind sehr zeitsparende und arbeitserleichternde Raffinessen in einem Haus, die man bei einem Neubau einplanen kann. Doch welche Vor – und Nachteile hat eben solch ein Wäscheschacht?

Wäscheschacht
Wäscheschächte erreichen schnell eine Höhe von 7 bis 9 Meter.

Möchte man einen Wäscheschacht, sollte dieser möglichst bereits beim Bau eingeplant werden. Ein späteres Nachrüsten ins unheimlich aufwendig und macht viel Dreck. Es müssen Deckenbohrungen gemacht werden. In die Wand muss die Einwurfklappe eingebaut und dementsprechend in der Wand ein Durchbruch gemacht werden. Darüber hinaus muss auch Platz für das Abwurfrohr geschaffen werden. Aufwand und Nutzen steht dann meines Erachtens nicht im Verhältnis.

Unser Wäscheabwurfsystem

Wäscheschacht
Ein Wäscheschacht vom OG in den Keller spart lästiges Wäscheschleppen.

Wir haben uns für einen Wäscheabwurf entschieden und sind total zufrieden. Wir haben Kellergeschoss, Erdgeschoss und Dachgeschoss. Wir haben sowohl im Erdgeschoss, als auch im Dachgeschoss eine Einwurfklappe im Flur einbauen lassen. So ist gewährleistet, dass die anfallende Wäsche im Erdgeschoss, beispielweise Handtücher oder Tischdecken, einfach und schnell im Wäscheraum landet ohne unschön herum zu liegen. Im Obergeschoss ist es durch den Einbau der Einwurfklappe im Flur allen möglich, die Wäsche einzuwerfen, Kinder und Eltern, auch wenn die Toilette mal besetzt ist. Es liegt keine Wäsche mehr rum und auch das Schleppen der schweren Wäschekörbe entfällt. Für unser System haben wir mit Edelstahlrohren und abschließbarer Klappe insgesamt 1800 Euro bezahlt. Wir finden, es hat sich gelohnt.

Persönliche Empfehlungen

  • Hat man Kinder, sollte man auf jeden Fall abschließbare Einwurfklappen einbauen
  • Optimal ist es, in jeder Etage eine Einwurfklappe einzubauen.
  • Bereits beim Bau und bei der Grundrissplanung einen Wäscheschacht einplanen. Ist das Geld für den Wäscheschacht nicht vorhanden, kann dieser auch noch später nachgerüstet werden.

Vorteile

  • Es liegt keine Wäsche mehr rum
  • Wäschekörbe stehe nicht überall herum
  • Alles wirkt aufgeräumt und ordentlich
  • Zeitersparnis, da man die Wäsche nicht erst in den Waschraum schleppen muss, sondern die Wäsche landet durch den Schacht direkt an der Waschmaschine.
  • Auch das lästige Schleppen der Waschkörbe entfällt, da alles bereits dort liegt wo es soll.

Nachteile

  • Relativ teuer
  • Man muss bereits bei der Hausplanung berücksichtigen, ob man ein solches System haben möchte, da der Abwurfschacht Platz einnimmt und auch im Wäscheraum enden muss. Darüber hinaus muss in den Zwischendecken Platz für den Schacht ausgespart werden oder man muss Kernbohrungen machen. Will man beispielsweise einen Abwurf im Bad machen, muss Bad und Waschraum übereinander liegen.
  • Über den Schacht hört man die Waschmaschine und Trockner bedeutend intensiver in den anderen Räumen, da der Schacht selber den Lärm besser leitet.
  • Auch Wärme könnte über den Schacht verloren gehen, sobald der nicht ausreichend gedämmt ist.

Fazit

Der Einbau eines Wäscheabwurfschachtes will wohl überlegt sein. Er sollte bereits in der Bauphase eingeplant werden. Für uns ist es eine enorme Erleichterung und wir würden uns immer wieder für einen solchen Abwurf entscheiden.

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