Schnecken bekämpfen, was wirklich hilft!

Schnecken nehmen an warmen Tagen, die ein wenig Regen gebracht haben stark zu. Sie fühlen sich an warmen, feuchten Tagen am wohlsten. Doch Nacktschnecken sind ein großes Übel im Garten und können einen großen Schaden anrichten. Maßnahmen zur Bekämpfung von Schnecken gibt es zahlreiche. Aber welche sind wirklich erfolgreich?

Von Nacktschnecken zerfressener Basilikum.
Von Nacktschnecken zerfressener Basilikum.

Schnecken, gemeint sind Nacktschnecken, richten einen großen Schaden im Garten an. Sie zerfressen Obst und Gemüse. Mit Vorliebe essen sie Salat. Aber auch Kräuter (z.B. Basilikum), Blumen (z.B. Zierlauch) und andere Pflanzen stehen auf ihrem Speiseplan. Um diesen Schaden zu vermeiden und weiterhin Freude an Blumen und Gemüse zu haben, sollte man die Schnecken bekämpfen. Das betrifft jedoch nur Nacktschnecken. Schnecken mit Gehäuse ernähren sich nur von totem Blattmaterial und sollten daher nicht vernichtet werden.

Auch Zecken leben im Garten und können für den Menschen gesundheitsgefährdend sein. Was man gegen Zecken tun kann, lesen Sie hier.

Trockene Wege

Um gefährdete Beete und Pflanzen zu schützen, kann es sein, dass Wege sehr gut helfen, da Schnecken trockene Wege meiden, denn es besteht die Gefahr, dass sie auf diesen Wegen vertrocknen. Hat man also die Möglichkeit, Wege rund um die gefährdeten Pflanzen anzulegen, kann das auch eine sehr hilfreiche Maßnahme sein. Wir haben unsere Beete direkt an der Terrasse. Kriechen die Schnecken über die Terrasse schaffen sie nur eine kleine Strecke. Der Großteil der Schnecken vertrocknet.

Schneckenkorn und andere chemische Maßnahmen

Ob man Schneckenkorn einsetzt, sei jedem selber überlassen. Ich persönlich halte nichts davon, insbesondere dann nicht, wenn kleine Kinder mit im Haushalt leben. Denn es besteht die Gefahr, dass Kinder das Schneckenkorn in den Mund nehmen und gesund ist das definitiv nicht.

Sammeln der Schnecken und Vernichten

Am sichersten geht man natürlich, indem man die Schnecken einsammelt und dann vernichtet. Man kann auch kleine Lockmittel wie einen feuchten Lappen oder ein Brett einsetzen. Dort sammeln sich Schnecken mit Vorliebe.

Eine Schnecke auf Nahrungssuche.
Eine Schnecke auf Nahrungssuche.

Frühzeitige Schneckenbekämpfung

Man sollte die Schnecken schon frühzeitig im Jahr bekämpfen, so dass die erste Schneckengeneration gar keine Eier mehr legen kann und somit die Nachfolgegenerationen ausbleiben. Die Folge ist bedeutend weniger Schnecken im Garten zu haben.

Kalk, Sägemehl, Kieselsteine, Quarzsand

Gute Wirkungen werden auch erzielt, wenn spitze oder trockene Gegenstände rund um die zu schützende Pflanze verteilt wird. Auch Sand mit kleinen spitzen Steinchen (Quarzsand) ist sehr erfolgreich. Schnecken brauchen zum Kriechen Schleim und bei derart spitzen und trockenen Gegenständen bedeutet das einen enormen Mehraufwand, den die Schnecke nur ungern auf sich nimmt.

Kaffee bzw. Koffein

Koffein schreckt die Schnecken enorm ab. Entweder man verstreut Kaffee in den Beeten oder man sprüht die Pflanzen mit Kaffee ein. Der Nachteil ist natürlich, dass man das Einsprühen bei starkem Regen wiederholen muss.

Lebermoosextrakt

Lebermossextrakt ist ein biologisches Mittel und wird auf die Pflanze gesprüht. Durch die Ablagerungen auf der Pflanze werden Schnecken abgeschreckt, überhaupt auf die Pflanze zu gehen. Schnecken mögen Lebermoos überhaupt nicht. Der Nachteil ist natürlich, dass man das Einsprühen bei starkem Regen wiederholen muss.

Bewässerungsverhalten

Beim Bewässern der Pflanzen sollte man sich dessen bewusst sein, dass Schnecken nachtaktiv sind und Feuchtigkeit lieben. Aus diesem Grund ist es besser, die Pflanzen früh morgens zu gießen. Gießt man abends, lockt man Schnecken noch an.

Salathauben

Um Salat oder andere Pflanzen zu schützen kann man auch so genannte Salathauben über die Pflanzen stülpen. So haben die Schnecken keine Chance, überhaupt an die Pflanze ranzukommen.

Natürliche Fressfeinde fördern

Optimal ist es, wenn man natürliche Fressfeinde im Garten ansiedeln oder fördern kann. Zahlreiche Vögel, Igel, Blindschleichen, Frösche, Mäuse und Glühwürmchen lieben Schnecken. Für Igel kann man beispielsweise einen kleinen Blätter- oder Holzhaufen anlegen oder ein Igelhaus bauen.

Enten, Laufenten, Hühner

Es gibt mittlerweile in Deutschland mehrere Möglichkeiten, sich Laufenten zu besorgen bzw. zu mieten. Diese fressen die Schnecken mit Vorliebe. Macht man das gleich im Frühjahr und vernichtet somit die erste Generation, können keine weiteren Generationen folgen. Nachteil ist natürlich, dass die Enten frei herum laufen müssen und entsprechend überall ihr „großes Geschäft“ verrichten. Aber auch Hühner können dafür eingesetzt werden.

Schneckenzaun

Man kann aber auch einen Schneckenzaun errichten. Dieser sollte aber in die Erde eingegraben werden und auch ca. 10 cm aus der Erde heraus ragen. Darüber hinaus darf der Schneckenzaun keinesfalls die Pflanzen berühren.

Bierfalle

Auch die Bierfalle ist und bleibt ein altbeliebtes Mittel. Hierfür wird eine kleine Schale mit Bier gefüllt und in der Erde vergraben. Die Schnecken werden davon angelockt und geraten so in die Falle. Nachteil hierbei ist natürlich, dass möglicherweise mehr Schnecken vom Biergeruch angelockt werden, als man eigentlich hätte.

Ein Gedanke zu „Schnecken bekämpfen, was wirklich hilft!

  1. Hallo,

    ich giesse meine Pflanzen mit dem homöopathischen Mittel Helix tosta. Seitdem sind alle Nacktschnecken aus meinem Garten verschwunden. Und es waren zahlreiche da, weil ich in der Nähe eines Waldes wohne.

    Gruß

    Martina

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