Terrasse – Arten, Vorteile und Nachteile, Kosten

Man kann viele Arten von Terrassen bauen. Eine Terrasse aus Holz, aus Naturstein, aus Betonstein oder auch aus WPC. Jedes Material hat andere Eigenschaften. Dementsprechend sollte man genau abwägen, welche Terrassenart man baut und welche Vor- und Nachteile das jeweilige Material hat.

Persönliche Empfehlungen für den Terrassenbau

  • Die Terrasse sollte die gleiche Höhe haben wie der Terrassenausgang. Oder man macht eine sichtbare und wahrnehmbare Stufe. Stolperfallen durch minimale Höhenunterschiede sollte man in jedem Fall vermeiden.
  • Kellerschächte bzw. der Lichtschacht des Kellers sollte auf keinen Fall überbaut werden.
  • Die Terrasse, insbesondere bei WPC bzw. Holz möglichst nicht mit der Hausmauer verschrauben und somit abdichten. Dadurch kann Wasser in den Zwischenraum laufen und es kann zu Schimmelbildung kommen.
  • Bei den Abmessungen beachten, dass Holz auch arbeitet und dementsprechend ausreichend Platz benötigt
  • Man sollte immer ein Gefälle vom Haus weg anlegen, damit bei Starkregen die Nässe nicht am Haus steht sondern in den Garten laufen kann. Andernfalls kommt es zu Staunässe am Haus, die zu Schimmelbildung führen kann. Als Richtwert kann man sagen, dass man ca 2-3 Prozent der Breite von Haus zum Anfang des Gartens als Gefälle einplanen sollte.
  • Um die Terrasse mit Blumen oder Rankpflanzen zu verschönern, kann man eine Pergola bauen.
  • Sehr schön wirkt auf der Terrasse auch ein Kräutertopf.

Terrassenarten – Vor- und Nachteile

Terrassen können aus verschiedenen Materialien gebaut werden. Welches Material sich am besten für den jeweiligen Bedarf eignet und welche Vor- und Nachteile sich ergeben, beschreiben wir im Folgenden.

Holzterrasse

Eine Holzterrasse sollte möglichst aus qualitativ hochwertigem Holz gebaut werden. Es sollte stabil, langlebig, fest und widerstandsfähig sein. Das alles bringen insbesondere Hölzer wie Bangkirai oder Teak mit. Die Kosten belaufen sich hier pro Quadratmeter auf ca. 50-60 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Unterkonstruktion und die Schrauben. Da diese Hölzer Tropenholz und somit geschützt sind, sollte man darauf achten, FSC-zertifiziertes Holz zu kaufen oder man greift auf Douglasie zurück.

Vorteile

  • Holzterrassen werden nicht heiß bei Sonneneinstrahlung. Man kann also auch ohne Verbrennungen barfuß laufen.
  • Optisch wirkt Holz bedeutend schöner und natürlicher als WPC
  • Durch seine Natürlichkeit wirkt eine Holzterrasse sehr warm und gemütlich im Garten.

Nachteile

  • Holzterrassen benötigen eine gute Belüftung, weshalb die Unterkonstruktion fachmännisch angelegt werden sollte. Schafft man keine ausreichende Belüftung durch die entsprechende Unterkonstruktion kann es zu Schimmelbildung kommen oder es setzt sich Moos oder Grünspan auf dem Holz ab.
  • Holz muss immer wieder am besten jährlich mit Holzpflege bzw. Öl gestrichen werden. Das kostet Zeit und Geld. Wird das Holz nicht gestrichen, wird es grau und anfälliger für Regen bzw. Witterung jeglicher Art.
  • Eine Holzterrasse ist nicht ganz so haltbar und langlebig wie eine Steinterrasse.
  • Holz kann in Kombination mit Feuchtigkeit auch schnell rutschig werden.
  • Im Sommer kann man sich beim Barfußlaufen einen Splitter einfangen.
  • Dreck und Nadeln sammeln sich schnell in den Zwischenräumen

WPC-Terrasse

WPC ist ein Holz-Kunststoff-Gemisch. Und wird zunehmend häufiger verbaut. Hierbei sollte man jedoch genau abwägen, ob dieses Material die richtige Wahl für die Terrasse ist, denn dieses ist mit rund 50 Euro pro Quadratmeter auch recht kostenintensiv.

Vorteile

  • Es gibt keine Splitterbildung.
  • WPC Terrassen bedürfen keiner Pflege, müssen also nicht geölt oder gestrichen werden.

Nachteile

  • WPC wird bei Sonneneinstrahlung auch sehr heiß und kann dadurch sehr unangenehm zu laufen sein.
  • WPC wirkt nicht so natürlich wie Holz.
  • UV-Strahlung, Regen und Witterung generell haben einen schädigenden Einfluss und führen zu einer starken Abnutzung. Die vermutetete lange Haltbarkeit ist somit nicht unbedingt gegeben. Lediglich stark beschichtete WPC Dielen können stark wasserabweisend wirken. Werden die WPC Dielen zugesägt, werden diese Stellen undicht und Wasser kann eindringen und die Haltbarkeit verringert.
  • UV-Strahlung kann zu Farbveränderungen bei der WPC-Terrasse führen.
  • Dreck und Nadeln sammeln sich schnell in den Zwischenräumen

Steinterrasse

Terrasse aus Betonstein im Landhausstil.
Terrasse aus Betonstein im Landhausstil.

Bei einer Steinterrasse hat man eine große Auswahl. Man kann zwischen zahlreichen Natursteinen auswählen. Sehr schön sind Travertin oder Porphyr. Oder man entscheidet sich für Pflastersteine (Granit oder Beton) oder Betonplatten als Verlegematerial. Hierbei ist insbesondere der Stil der Terrasse und der Preis entscheidet. Wichtig ist, dass es sich gut in den Garten einfügt und zum Haus passt.

Terrasse aus Granitplatten.
Terrasse aus Granitplatten.

Natursteine sind nach wie vor sehr teuer. Hier liegt man bei ca. 60-100 Euro je qm, je nachdem für welchen Naturstein man sich entscheidet. Betonplatten oder Pflastersteine bekommt man schon ab 20 Euro pro Quadratmeter.

 

 

Die Anleitung zum Bau einer Steinterrasse ist hier nachzulesen.

Vorteile

  • Sehr hohe Lebensdauer, wobei Naturstein noch länger hält, als Beton.
  • Zahlreiche Designs zur Auswahl, es gibt von modern bis Landhaus jegliche Steinarten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Farben.
  • Eine Steinterrasse muss nicht gepflegt werden. Sie muss nicht gestrichen werden.
  • Selbst Betonsteine können sehr natürlich wirken, wenn man den richtigen Stein auswählt bei einer der zahlreichen Firmen wie Kann, Rinn, EHL, und so weiter.

Nachteile

  • Dunkle Steine werden bei Sonneneinstrahlung auch sehr heiß und kann dadurch sehr unangenehm zu laufen sein. Helle Steine hingegen zeigen keine Wirkung bei Sonneneinstrahlung.
  • UV-Strahlung kann zu Farbveränderungen bei der Steinterrasse führen, wobei Naturstein hier kaum anfällig ist. Das betrifft eher Betonsteine.
  • Es gibt Steine, die sehr rutschig sind, beim Kauf sollte man auf möglichst rutschfeste Steine achten.

Fazit

Es gibt zahlreiche Unterschiede bei den Terrassenmaterialien. Da die Terrasse möglichst lange halten soll, sollte man die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen. Bei der Auswahl sollte man jedoch auch darauf achten, dass sich die Terrasse in das Gesamtbild des Grundstücks einpasst und auch zum Design des Hauses und zur Gestaltung des Gartens passt.

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