Pflasterarbeiten und deren Vorbereitungen

Bevor man mit den Pflasterarbeiten beginnt, bedarf es gewissen Vorbereitungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Pflasterarbeiten auch langlebig sind und Belastungen standhält. Es gibt zahlreiche Arten von Pflastersteinen. Diese haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften:

  • Granitsteine
  • Betonsteinpflaster
  • Klinkerpflaster

Wie sich die jeweiligen Terrassensteine unterscheiden können sie hier nachlesen. Ob man die Pflastersteine im Steinhandel bestellt oder im Baumarkt ist hierbei jedem selber überlassen. Inzwischen haben auch Baumärkte ein sehr umfassendes Sortiment an Pflastersteinen und passenden Mauersteinen. Besonders schönes Material für die Terrassenverschönerung findet man auch bei toom und kann diese sogar online bestellen oder vorbestellen und im Markt abholen. Darüber hinaus kann man gleich die anderen notwendigen Baustoffe mitbestellen. So steht einer neu gepflasterten Terrasse nichts mehr im Weg.

Vorbereitung für die Verlegung der Pflastersteine

Als erster Arbeitsschritt wird die Terrasse mit einer Richtschnur abgesteckt. Hierbei sollten alle Ecken abgesteckt werden. Die Richtschnur wird so gesteckt, dass ein deutliches Gefälle vom Haus weg zu erkennen ist. Als Richtwert kann man sagen, dass man ca. 2-3 Prozent der Breite von Haus zum Anfang des Gartens als Gefälle einplanen soll.

Unterbau

Mit der Rüttelplatte wird der Unterbau so verdichtet, dass die Terrasse nicht mehr absacken kann.

Nun ist es wichtig einen Unterbau anzufertigen. Um die nötige Standsicherheit der Terrasse zu gewährleisten, sollte man ca. 50 cm des Bodens ausheben und anschließend mit Sand, Kies und Schotter verfüllen. Dann schüttet man die Terrasse weiter mit Sand, Kies und Schotter auf, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Hierbei ist die oberste Prämisse jede Schicht einzeln mit einer Rüttelplatte zu verdichten. Wird dies nicht gemacht, können später unschöne Risse entstehen oder es kommt zu Fugenbildung.

Verlegung der Randsteine

Ist alles mit der Rüttelplatte befestigt, ist es sinnvoll einen Rand zu verlegen, der einbetoniert wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich die Steinplatten oder Pflastersteine später nicht verschieben und die Terrasse noch mehr Stabilität erhält. Der Rand kann aus farblich passenden Pflastersteinen gemacht werden, aus Granitpflaster, aus Randsteinen, Rasenkantensteinen oder einem anderen Stein. Oftmals werden auch L-Betonsteine oder Palisaden verwendet. Hat man eine sehr hohe Terrasse, ist es hilfreich zusätzlich noch eine Mauer, zumindest an 2 Seiten, anzulegen. Ist der Höhenunterschied von Terrasse zu Garten so hoch, dass eine Treppe erforderlich ist, sollte man diese bei der Verlegung der Randsteine auch mit einbauen. Wie die Treppe gebaut wird, kann man hier nachlesen.

Verlegung der Steinplatten bzw. der Pflastersteine

Der Feinsplitt wird nun auf der Terrasse ausgebreitet und glatt gezogen.

Ist der Rand mit den Randsteinen verlegt oder bzw. und eine Mauer gesetzt, wird zuerst auf die gerüttelte Fläche eine Schicht aus Feinsplitt oder Sand aufgebracht und diese glatt gestrichen. Erst dann kann man sich an die Verlegung der Pflastersteine machen. Nun sollte man sich Gedanken machen, wie die Pflastersteine verlegt werden sollen. Um die Steine richtig zu verlegen bzw. in einem ansehnlichen Bild, muss man sich mit der jeweiligen Verlegeart vertraut machen.

Verlegearten

Will man einen wilden Verband verlegen, einen Läuferverband oder hat man für die gewählten Pflastersteine eventuell sogar eine spezielle Art der Verlegung. Die Pflasterarbeiten für einen wilden Verband können relativ zeitaufwendig sein, da vorher die Steine zurechtgelegt werden, wie sie am optimalsten passen. Hat man Steine ausgewählt, die unterschiedliche Farben haben, ist es wichtig, beim Wilden Verband auch die Farben gut zu durchmischen. Verzichtet man auf eine Durchmischung, kann es passieren, dass die Fläche fleckig wirkt. Am einfachsten und schnellsten geht es natürlich, Steine ohne ein Muster zu verlegen. Dem Charme und der Optik einer bestimmten Verlegeart wie dem Wilden Verband kann man jedoch nur schwer widerstehen. Jeder Pflasterstein wird dann durch Klopfen mit einem Gummihammer in den Feinsplitt gelegt und auf eine Höhe gebracht.

Abschlussarbeiten – Verfugung

Sind die Pflastersteine komplett verlegt, werden die Fugen noch verfüllt. Bevor das Fugenmaterial eingestrichen wird, muss die verlegte Fläche komplett gereinigt werden. Darüber hinaus sollte man sich vorher noch über die Mindestfugentiefe informieren, damit die Fuge später nicht reißt. Für die Verfugung kann unterschiedliche Materialien verwenden. Bei der Auswahl des Fugenmaterials sollte man die Fugenbreite, die Mindestfugentiefe und die Steinfarbe der verlegten Platten als Entscheidungskriterien hinzuziehen. Wichtig ist, dass das Material wasserdurchlässig ist, damit das Wasser später nicht auf der Terrasse stehen bleibt und es möglicherweise zu Rissen durch Frost oder Witterung kommt. Folgende Materialien stehen zur Auswahl.

  • Feinkörniger Sand
  • Fugenmörtel
  • Quarzsand, den es auch eingefärbt gibt. Wurden beispielsweise schwarze Steinplatten verlegt, kann man schwarzen Quarzsand als Fugenfüller nutzen.

Hat man sich für ein Fugenmaterial entschieden, wird dieses vorsichtig mit einem geeigneten Besen in die Fugen eingekehrt. Hierbei ist es wichtig, dass die Fugen vollständig mit dem Fugenmaterial verfüllt werden. Das überschüssige Fugenmaterial muss danach vom Stein entfernt werden. Die Terrasse sollte bei Verwendung von Fugenmörtel möglichst 2 Tage nicht belastet bzw. betreten werden und auch vor Regen und Schnee gesichert werden.

Andere Arten von Terrassen und deren Vor- und Nachteile finden Sie hier.

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